LED Modernisierung der Strassenbeleuchtung
Modernisierung der Straßenbeleuchtung

Im Jahr 2009 hat die EUP Richtlinie 2005/32/EG (sog. EU-Ökodesign-Verordnung) Rechtskraft erlangt. Es werden Anforderungen an die Energieeffizienz und die Betriebseigenschaften von Haushaltslampen, aber auch Lampen im tertiären Sektor, somit auch der Straßenbeleuchtung gestellt. Das bedeutet, dass Produkte die diese Anforderungen nicht mehr erfüllen und in gewissen Zeiträumen das CE-Zeichen verlieren, in EU-Ländern nicht mehr in den Verkehr gebracht werden dürfen. Dies betrifft neben dem sog. „Glühlampenverbot“ in großem Umfang auch die Leuchtmittel, die derzeit größtenteils bei der Straßenbeleuchtung verwendet werden. Zu diesen Leuchtmitteln, die die CE Kennzeichnung bis spätestens zum Jahr 2015 verlieren, gehören insbesondere die Quecksilberdampf-Hochdrucklampen (HQL).

Rund 10 Prozent des deutschen Stromverbrauchs fallen für die Beleuchtung von Straßen an. Die Bundesregierung hat diese Erkenntnis zum Anlass genommen, ein Förderprogramm zum Klimaschutz aufzulegen. Führt der Einbau hocheffizienter LED-Beleuchtungs-technik dazu, dass der CO2-Ausstoß um mind. 60 Prozent gemindert wird, übernimmt der Bund 40 Prozent der Umrüstkosten.

Die Stadtverwaltung hatte im Jahr 2011 ein Konzept erarbeitet, das vorsah, in einem ersten Schritt rund 100 Straßenlampen zu erneuern. Dabei sollten in verschiedenen Bereichen der Stadt, Straßenlampen mit der Bezeichnung „Kleiner Klassiker“ (80 Watt- HQL- Leuchtmittel) gegen hocheffiziente LED-Straßenlampen ausgetauscht werden. Das Investitionsvolumen betrug rund 71.000 €. Die Stadt Reinfeld (Holstein) hatte eine Bewilligung durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, vertreten durch den Projektträger Jülich, in Höhe von 28.400 Euro erhalten. Nach Umsetzung dieser Maßnahme ergibt sich eine Reduzierung des Stromverbrauchs von ca. 27.160 kWh/a (Kilowattstunden pro Jahr). Diese Stromersparnis führt zu einer Reduzierung der CO2-Emission von 16 Tonnen pro Jahr. Die Umrüstungsmaßnahme wurde am 20.12.2011 abgeschlossen.

In einem zweiten Schritt möchte die Stadt in 2012 weitere 81 Straßenlampen (HME 80 W) gegen hocheffiziente LED-Straßenlampen austauschen. Das Investitionsvolumen beträgt in 2012 insgesamt 58.320 € Das Projekt wird mit 25 % erneut durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert. Die Stadt muss somit einen Eigenanteil von 43.740 € erbringen. Die jährliche Stromeinsparung der diesjährigen Maßnahme beträgt 23.040 kWh/a. Die jährliche Reduzierung der CO2-Emission wird bei ca. 13,6 Tonnen liegen. Die Umrüstungsmaßnahme wird noch in diesem Jahr abgeschlossen.

Neben der erheblichen Kostenreduzierung durch den geringeren Stromverbrauch sinken auch die Kosten für den Unterhaltungsaufwand, da die LED- Lampen eine deutliche höhere Lebensdauer aufweisen. Die HQL- Leuchtmittel sind nach ca. 4 Jahren auszutauschen, die LED- Leuchtmittel nach ca. 12 Jahren.




Förderkennzeichen : FKZ 03KS3261
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Weitere Informationen zur Klimaschutzinitiative erhalten Sie beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit:
http://www.bmu-klimaschutzinitiative.de
sowie beim Projektträger Jülich:
http://www.fz-juelich.de/ptj/klimaschutzinitiative

Stadt - Reinfeld ( Holstein ) - Paul-von-Schoenaich-Str. 14 - 23858 Reinfeld